Feministische Enteignung

Ein zentraler, wenn auch wenig explizit gemachter, Programmpunkt des Feminismus’, oder doch zumindest gewisser Strömungen innerhalb desselben, hat das zum Gegenstand, was sich treffend als ‘sexistisch motivierte Enteignung’ charakterisieren liesse. Womöglich entgegen der spontanen Erwartung, dabei jedoch nicht mit dem Mann in der Rolle des Täters, sondern vielmehr der Vertreterin des Typus Frau, der sich besagter Ausprägung des Feminismus’ verschrieben hat.

Das funktioniert auf die folgende Weise: Die hinsichtlich naturgegebenen erotischen Kapitals benachteiligte Frau macht sich stark für eine Ideologie, die ebendieses - so wie es sich insbesondere in äusserlichen, die Attraktivität befördernden Vorzügen manifestiert - schlechthin zum Nichtwert erklärt.

Dies mit dem ebenso hinterhältigen wie verführerischen Argument, wenn Frau sich des genannten Kapitals bediene, gebe sie dadurch ihre Würde preis und setze sich herab zum reinen Verfügungsobjekt des Mannes.

Was sich hier offenbart ist ein wettbewerbsverzerrender Sexismus, betrieben von der missgünstigen Frau an ihren naturbedingt privilegierten Geschlechtsgenossinnen.

Ästhetische Dimensionen im Zusammenhang mit der Beurteilung von Frauen haben in dieser Perspektive mithin als Tabu zu gelten oder sind doch zumindest von jeder Wertung zu entkoppeln.

In ihrer körperlichen Beschaffenheit benachteiligte Frauen, hintertreiben – ja , ich wiederhole mich (dem Stellenwert des Gegenstandes geschuldet😊)) - also den Wettbewerb, indem sie diesbezügliche Vorzüge bei potenziellen Konkurrentinnen in ihrer statusfördernden Funktion diskreditieren, um so äusserlich attraktive Geschlechtsgenossinnen in deren Durchsetzungsfähigkeit zu schwächen.

Neidgetrieben versuchen die Unbegehrten den Begehrten ihr Begehrtwerden unbegehrlich zu machen.

Feminismus als Instrument der Herrschaftsausübung in den Händen von naturgegeben wenig begehrten Frauen. Das Ziel: die gelebte erotische Attraktivität von Geschlechtsgenossinnen als Verrat gleichsam an der guten Sache zu diskreditieren, um so zum eigenen Vorteil deren Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen. Darum ist es hier zu tun.

Ins Allgemeine transformiert: Bin ich bezüglich irgendeins Kriteriums benachteiligt, ist die Gesellschaft darauf zu verpflichten, diesem Kriterium im sozialen Umgang jede Relevanz abzusprechen.

Oder eine Variante davon: Das fragliche Kriterium wird nicht ausdrücklich für irrelevant erklärt, stattdessen erfolgt jedoch die allseits für verbindlich zu nehmende Feststellung, dass alle Menschen der bewussten Anforderung in genau gleichem Masse genügen. So haben dann etwa fettleibige Menschen als ebenso schön zu gelten wie wohlproportionierte, in einer Hinsicht unbegabte auf eine besonders originelle Weise eben doch als erst recht begabt, etc.