Beitrag Weltwoche vom 17.9.2026
Über Unterschiede, die ebensolche sein dürfen und jene, denen das im Lichte zeitgenössischer Moralpostulate verboten ist.
Mehr lesenDaniel Sonder
«Sage ich Ja, versage ich mich dem Nein. Sage ich Nein, versage ich mich dem Ja. Sage ich Ja und Nein, werde ich des Widerspruchs bezichtigt. Schweige ich, bleibe ich das Reden schuldig. So viel zum menschlichen Dasein.»
«Wer sagt, er lasse Fakten sprechen, zitiert bloß andere Leute, die sagen, sie ließen Fakten sprechen. So geht's reihum und die Fakten bleiben, da noch nie der Sprache mächtig, einfach stumm.»
Ein lustvolles, von allen Wahrheitsillusionen befreites Denkstück gleich einem philosophischen Wellenspiel. Heiter und hingebungsvoll, anarchisch und analytisch: Das ist dieses Buch.
W., der Held der Geschichte, ist ein Getriebener, verfallen dem Schreiben.
Ein Buch, gerade ebenso schön geschrieben und verführerisch wie die Briefe seines Helden. Ein herausforderndes Bekenntnis, philosophisch, romantisch, lüstern und ebenso ironisch.
Über Unterschiede, die ebensolche sein dürfen und jene, denen das im Lichte zeitgenössischer Moralpostulate verboten ist.
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